Was solltest du für deine Reise nach Costa Rica wissen?

Der etwas andere Reisebericht: Das sagt eine Einheimische über das Reisen in Costa Rica. Olalla Vargas kommt ursprünglich aus Costa Rica, lebt aber seit vielen Jahren in Spanien und bereist von dort aus die ganze Welt. Auf ihrem Blog nube voladora schreibt sie über ihre Reisen, unter anderem auch in ihrem Heimatland.So lange schon lebte ich außerhalb Costa Ricas als mich das Heimweh packte und ich mich entschied, einen Blogeintrag für diejenigen zu schreiben, die mein wunderschönes tropisches Heimatland besuchen möchten.

Costa Rica ist ein kleines Brückenland zwischen Nord- und Südamerika und abgesehen der Vielfalt an Gebirgsketten und Hochebenen gibt es zwei weite Küsten, die das Land zu einem irdischen Paradies machen, mit vielen exotischen Spezien aus der Tier- und Pflanzenwelt, die hier beheimatet sind. Diese Artenvielfalt ist nicht nur für leidenschaftliche Biologen interessant, sondern auch für Reiseliebhaber der Natur.

Für den Fall, dass ihr auch überlegt eine Tour durch Costa Rica zu starten, stelle ich euch diese nützliche Tipps und Informationen zur Verfügung.

Die beste Reisezeit

Costa Rica hat zwei Jahreszeiten: die Trockenzeit, mehr oder weniger von Dezember bis April, und die Regenzeit zwischen Mai und November.

In der Regenzeit zu reisen bedeutet, darauf gefasst zu sein, dass es absolut JEDEN Nachmittag, nach 12 Uhr irgendwann, regnet. Egal wie sehr die Sonne am Morgen vom Himmel brannte. Vor allem, wenn du dich in der Gran Area Metropolitana (rund um San José) befindest. Aber Aufgepasst: Solltest du denken, dass dir ein bisschen Regen nicht schadet, dann lass dir gesagt sein, dass es in Costa Rica wie aus Kübeln regnet. Verglichen mit den sintflutartigen Wolkenbrüchen, die in der Regenzeit nicht selten Straßen in reißende Flüsse verwandeln, ist ein Regenschauer in den nordischen und europäischen Ländern nicht mehr als ein leichter Nieselregen, oder pelodegato, wie wir Ticos das nennen.

Es ist wichtig anzumerken, dass das Klima an den Küsten weniger launisch ist, als in der Hauptstadt.

Dementsprechend ist die beste Reisezeit in der Trockenphase. Während der Weihnachtsfeiertage und den Osterferien ist Hochsaison in Costa Rica, jedoch solltest du außerhalb der Ferienzeit auch in der Trockenphase überall problemlos ein Hotel finden.

Meiner Meinung nach ist das perfekte weltbeste Wetter um den Jahreswechsel herum. Im Dezember und Januar sind die Tage und Abende sonnig, aber kühler und in der Nacht wird es angenehm kühl – aber auch nicht zu sehr 😉

Geld und Währung

Viele glauben, dass Costa Rica ein Dschungel entsprungen aus dem Jurasic Park ist und dass sie keine Bequemlichkeiten zur Verfügung haben. Aber die Wahrheit ist, dass Costa Rica, obwohl es ein lateinamerikanisches Land ist, sehr nordamerikanisch ist… bastante agringado eben. Überall wohin du gehst (aber vor allem in den touristischen Gebieten) findest du Supermärkte, Geldautomaten, McDonalds und Subway an jeder Ecke. Du solltest also kein Problem bekommen, an Bargeld zu kommen.

Der colón ist die nationale Währung in Costa Rica, aber an vielen Orten und in Supermärkten akzeptiren sie den US-Dollar (solange es sich nicht um 100 Dollar-Scheine handelt.) 550 Colones sind ungefähr ein Dollar. Euros hingegen werden quasi nirgends akzeptiert, aber sie können in Banken und am Flughafen problemlos gewechselt werden.

Trinkgeld: In den Preisen in Restaurants ist die Serviceleistung inbegriffen, weswegen in Costa Rica kein Trinkgeld gegeben wird. In touristischen Regionen, vor allem in den Orten, an denen viele US-Amerikaner und Ausländer empfangen werden, kann es vorkommen, dass die Bedienungen an ein zusätzliches Trinkgeld gewöhnt sind. Aber du kannst dir sicher sein, dass du definitiv nicht gezwungen bist, ein Trinkgeld zu zahlen und dass es auch niemand von dir verlangen wird.

Transportmittel

Um in Costa Rica herumzureisen empfiehlt es sich ein Auto zu mieten. Das gibt dir die Möglichkeit von Strand zu Strand und von Vulkan zu Berg zu fahren – mit aller Einfachheit der Welt. Sollte das keine Option für dich sein, kannst du auch mit dem guten öffentlichen Transportsystem (vor allem Reisebusse) fast jeden Strand von San José aus erreichen.

Ein guter Ausgangspunkt ist San José. Obwohl die Stadt selbst nicht viel zu bieten hat und auf Reisende einen ziemlich chaotischen Eindruck hinterlässt, kannst du dich von dort aus in alle vier Himmelsrichtungen in Bewegung setzen, an Strände oder zu Volkanen fahren, und am selben Tag, oder einige Tage später, zurückkommen.

Gefahren

Abgesehen davon, dass Moskitos unfassbar nervig sind, übertragen sie in Costa Rica eine ziemlich weit verbreitete Krankheit: Dengue. Deswegen ist die Verwendung von Mosquitospray unumgänglich, vor allem in der Nacht und auch, wenn du dich in der Stadt befindest.

Costa Rica befindet sich direkt über zwei sich in permanenter Bewegung befindenden tektonischen Platten, weswegen die Erde oftmals bebt. Trotzdem (Anm. d. Ü.: oder gerade deswegen) sind die Gebäude in Costa Rica auf Erdbeben mehr als vorbereitet. Solltest du dich also inmitten eines Bebens befinden, bewahre die Ruhe und warte ab, was um dich herum passiert (natürlich unter Beachtung der Verletzungsprävention und Evakuierungsmaßnahmen (Anm. d. Ü.: Informationen in holprigem Deutsch findest du hier.))

Ein weitaus ernstzunehmenderes Problem Costa Ricas ist für mich die Kriminalität. Um nicht Opfer von kriminellen Machenschaften zu werden, solltest du Sicherheitsvorkehrungen treffen; dazu gehört vor allem, nicht alleine in der Nacht durch die Straßen zu wandern (bestenfalls auch nicht in Begleitung, vor allem nicht in der Hauptstadt). Besser du nimmst ein Taxi (über eine Taxizentrale), auch wenn dein Hotel nicht weit entfernt ist. Außerdem solltest du nicht offensichtlich mit deinem Handy oder anderen Wertgegenständen durch die Gegend laufen.

Die fünf unglaublichsten Abenteuer, die du in Costa Rica erleben kannst:

1. Die paradiesischen Strände in Guanacaste.

Olalla Vargas über Costa Rica - Guanacaste

2. Der Urwald und die natürlichen Wasserkanäle im Tortuguero Nationalpark.

Olalla Vargas über Costa Rica - Tortuguero (1)

3. Die atemberaubenden Vulkane Poás, Arenal und Irazú.

Olalla Vargas über Costa Rica - Vulkane (1)

4. Die außergewöhnliche Flora und Fauna in Monteverde.

Olalla Vargas über Costa Rica - Monteverde (1)

5. Die reizenden Thermalbäder in La Fortuna de San Carlos.

Der Original-Artikel „Qué debes saber para viajar a Costa Rica?“ ist zunächst auf dem spanischen Reiseblog nube voladora erschienen. Ich freue mich, dass ich den Text übersetzen und auch hier veröffentlichen durfte. Autorin: Olalla Vargas (Instagram: @olilore), Übersetzung: Marie-Josefine Kölbel, Fotos (alle, bis auf das letzte): Olalla Vargas

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