La Malinche: Bergsteigen in Mexiko

Montañismo, oder auf Deutsch Bergsteigen, ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung in Mexiko. Aber die mexikanischen Berge, alles verloschene Vulkane haben es in sich. Alles, was du über das Bergsteigen in Mexiko wissen solltest.Sie thronen im mexikanischen Hochland, schauen von oben herab auf eine der größten Städte der Welt: Gemeint sind die inaktiven Vulkane La Malinche, la Iztaccíhuatl, el Nevado de Toluca und weiter Richtung Golf von Mexiko der seit über 150 Jahre stille Pico de Orizaba. Die Gegend rund um Mexiko-Stadt kann als wahres Bergsteigerparadies bezeichnet werden.

Bergsteigen in Mexiko: Das ist der richtige Vulkan für dich!

Je nach Ausdauer, körperlicher Fitness und Lust und Laune kann zwischen kleinen und großen Bergen, mit schwachem oder steilem Aufstieg, mit steinigem oder verschneitem Boden gewählt werden. Hier findest du die fünf schönsten Ausflugsziele für Bergsteiger, ihren Schwierigkeitsgrad und alle Informationen, die du für die Planung brauchst.

Bergsteigen in Mexiko
Die beliebtesten Wanderberge im mexikanischen Hochland und ihr Schwierigkeitsgrad

La Malinche

Der inaktive Vulkan La Malinche befindet sich zwischen den Bundesstaaten Puebla und Tlaxcala.

Die Anfahrt: Am besten erreicht man den Nationalpark rund um die Malinche über das pueblo mágico Huamantla und folgt den Schildern mit der Aufschrift „Malinche/Malinzín“. Gute drei Kilometer folgt man der Prolongación Hidalgo, bis man das Centro Vacacional IMSS Malinzín erreicht. Dieser Ausgangspunkt eignet sich super, um die circa 6-stündige Tour zu beginnen. Die Anlage bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten, falls du so früh wie möglich in der Nacht starten möchtest, um den Sonnenaufgang am Gipfel zu bestaunen.

Empfehlungen für das Bergsteigen mit Kind: Je nach Akklimatisierung mit der Höhe ist eine Wanderung mit Kind auf jeden Fall bis zur Baumgrenze möglich. Je nach Alter des Kindes empfiehlt sich eine Tragetasche oder ein Baby-Tragerucksack und ein ausdauernder Erwachsene, der das Tragen übernimmt. Sobald ihr die Baumgrenze erreicht habt, wird der Weg steinig, steil und rutschig, und sollte mit Kindern nicht unbedingt in Angriff genommen werden.

Tepoztlán (El Tepozteco)

Auch der Berg in Tepoztlán eignet sich für einen Familienausflug. Wer genug Zeit, Ausdauer und Proviant mitbringt, kann es auch bis zum Gipfel schaffen. Dort erwartet die Wanderer eine Pyramide, die dem Gott des alkoholischen Getränks Pulque gewidmet wurde.

Die Anfahrt: Tepoztlán liegt circa eine Stunde südlich von Mexiko-Stadt und ist mit dem Bus oder Mietwagen unkompliziert zu erreichen. Der schattige und gepflasterte Wanderweg beginnt am Ende der Shoppingstraße (calle de las artesanías) des magischen Städtchens. Fitte Sportler brauchen für den Aufstieg definitiv weniger als eine Stunde. Trotzdem würde ich als Familie mindestens zwei Stunden für den Aufstieg einplanen, am besten in den Morgenstunden, denn die archäologische Stätte schließt täglich um 17 Uhr und die Wanderung sollte nicht kurz vor knapp angetreten werden.

Empfehlungen mit Kind: Diese Wanderroute ist wahrscheinlich die empfehlenswerteste mit Kind. Viele Touristen besuchen El Tepozteco täglich, vor allem an den Wochenenden, und an jeder Ecke verkaufen einheimische Mexikaner Süßigkeiten und Erfrischungsgetränke – so dass die Kinder den anstrengenden Anstieg kaum bemerken werden 😉

Nevado de Toluca

Auch der Nevado de Toluca ist ein geeigneter Tagesausflug für Familien. Inmitten der inaktiven Vulkankrater haben sich mit dem Jahren ein kleiner und ein großer See gebildet und bieten ein atemberaubendes Panoramabild.

Die Anreise: Wie der Name schon verrät, erreichst du den Nevado de Toluca über die westliche Nachbarstadt Mexiko-Citys: Toluca. Eine Schotterpiste führt dich den ganzen steilen Weg von der Bundesstraße bis zum Gipfel – auch mit dem Auto. Auf dem Parkplatz angekommen, kannst du die Aussicht genießen, eine kleine Wanderung machen oder den kompletten Krater umrunden. Letzteres empfiehlt sich weniger mit Kindern, da der Weg steinig und rutschig ist.

Iztaccíhuatl/Nationalpark Popcatépetl-Iztaccíhuatl

Nicht weit von Puebla befindet sich die sogenannte „weiße Frau“ oder auch „schlafende Frau“. Der erloschene Vulkan Iztaccíhuatl liegt nördlich des Popocatepetl und ist der drittgrößte Berg Mexikos. Zusammen sind sie wohl die bekanntesten Vulkane Mexikos.

Der aztekischen Legende zufolge, verliebte sich die Prinzessin Iztaccíhuatl in einen Krieger ihres Vaters. Dieser versprach dem Geliebten seine Tochter, sollte er aus einem Kriegszug in Oaxaca zurückkehren. Die Tage zogen ins Land und der Tochter wurde zugetragen, dass der Krieger umgekommen sei und sie starb vor Kummer. Als er aber zurückkehrte starb auch er vor Kummer darüber, seine Auserwählte verloren zu haben. Um die Menschheit an diese Intrige zu erinnern, bedeckten die Götter die beiden mit Schnee und verwandelten sie in Berge. Aus anhaltendem Zorn über den Verlust der Geliebten speit der Krieger Popocatepetl heute noch Feuer.

Die Anreise: Von Mexiko-Stadt aus führt eine gut befahrbare, gepflasterte Landstraße bis zum Nationalpark, und auch von Puebla aus ist er mit dem Auto erreichbar. Jedoch ist die Straße kurvig und nicht gepflastert, so dass man gute 1,5 – 2 Stunden einplanen sollte. Der Nationalpark liegt genau zwischen den beiden Vulkanen und bietet zur Zeit die bestmögliche Sicht auf den rauchenden Berg. Aufgrund seiner Aktivität ist die Gegend rund um den Krater des Popocatépetl ist weitläufig gesperrt. Vom Parkplatz des Nationalparks aus führt eine weitere Schotterpiste bis zum Parkplatz der Iztaccíhuatl. Aber bevor man die Weiterfahrt in Angriff nimmt, müssen sich Wanderer zur eigenen Sicherheit in eine Liste eintragen und eine weitere Nationalparkgebühr zahlen.

Empfehlungen mit Kind: An der schlafenden Frau scheiterten schon junge, ambitionierte Hobby-Wanderer, umso verständlicher ist es, dass diese Wanderung mit Kind nicht angetreten werden sollte. Aber an einem klaren und sonnigen Tag müssen auch Familien nicht auf den Nationalpark zwischen Popocatépetl und Iztaccíhuatl verzichten.

Pico de Orizaba (Citlaltépec)

Der Pico de Orizaba, auch El Citlaltépetl (in Nahuatl Cerro de la Estrella) genannt, ist mit seinen 5.610 Metern der höchste Berg in Mexiko. Für einen Aufstieg sollte mindestens ein ganzen Wochenende eingeplant werden und vor Schnee sollte sich der Abenteurer nicht fürchten. Außerdem sollten nur erfahrene Bergsteiger (am besten im Team) mit der passenden Ausrüstung  den Berg erklimmen.

Empfehlung mit Kind: Diese Wanderung ist mit Kind definitiv nicht empfehlenswert!

Alternativplan für Reisende mit Kindern: Seid ihr in der Nähe des pueblos mágicos Orizaba und ist die Sicht auf Mexikos höchsten Berg nicht wolkenverhangen, dann dürft auch ihr Mexikos einzigartige Landschaft genießen! Die Seilbahn Teleférico führt dich über den Dächern der Stadt hinaus aus der Stadt – hinauf auf den Fuße des Picos.

Bergsteigen mit Kind: Das solltest du wissen!

1. Die Höhenmeter: Grundsätzlich solltest du beachten, dass das mexikanische Hochland gute 2.000 Meter höher liegt als die meisten europäischen Städte. Deswegen ist mindestens die erste Tage Akklimatisierung angesagt. Aufgrund der dünnen Luft und des damit verbundenen Sauerstoffmangels ist jede Bergtour in Mexiko mit deutlich mehr Aufwand verbunden.

2. Die Höhenkrankheit: Die mit steigender Höhe und Anstrengung immer wahrscheinlicher werdende Höhenkrankheit darf nicht unterschätzt werden. Wird dir schwarz vor Augen, schwindelig oder spürst du starke Kopfschmerzen, dann solltest du dir eine lange Pause gönnen, oder die Wanderung ganz abbrechen.

3. Mit dem Auto: Vor allem wenn von sogenannten Schotterpisten die Rede ist, kannst du in Mexiko eigentlich davon ausgehen, dass du die Tour besser mit einem SUV oder zumindest mit einem All-Rad startest. Beachte aber auch, dass die Versicherung vieler Mietwagen-Firmen Schäden, die auf Feldwegen und ungepflasterten Wegen passieren, nicht übernimmt.

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