On the way to Galapagos: Stop in Quito

Nach Panama wagten wir eine zweite Rucksackreise mit Baby. Diesmal nach Südamerika, zum Mittelpunkt der Erde: Ecuador und die Galapagos Inseln.

Für mich war Galapagos immer eines der exklusivsten Reiseziele, wohingegen Malediven und Karibikkreuzfahrten mittlerweile zum Massentourismus (mit dem nötigen Kleingeld gehören). Getoppt wird das zu Ecuador gehörende Archipel wahrscheinlich nur noch von den Osterinseln.

Auf dem Weg nach Galapagos: drei Tage Stop in Quito

Zu einem exklusiven Reiseziel gehört meines Erachtens nach auch eine Anreise, für die mehr als nur eine BahnCard benötigt wird (obwohl auch Reisen innerhalb Europas aufregend sein kann). Wenn mich nicht alles täuscht, dann können die Galapagos Inseln nur über die beiden ecuadorianischen Flughäfen Quito und Guayaquil erreicht werden, denn die Regierung reguliert die Einreise in das Weltnaturerbe. Also ist ein Aufenthalt auf dem Festland unumgänglich. Eine direkte Weiterreise mit Baby war für uns zu anstrengend und auch einige Deutsche, die wir auf der Insel getroffen haben, legten einen mindestens eintägigen Stop in Quito ein. Das bringt zwar den großen Vorteil mit sich, dass Reisende nicht komplett k.o. an ihrem Ziel ankommen und sich ein bisschen an die neue Zeitzone gewöhnen können. Aber auf das kalt-feuchte Klima in der Landeshauptstadt sollte man gefasst sein. Auch die Höhe mit teilweise über 2.800 Metern kann Reisenden aus niedrigeren Landstrichen kommend zu schaffen machen, vor allem kleinen Kindern.

5 Highlights in Quito

Klar, Highlights auflisten, das kann mittlerweile auch google und tripadvisor. Trotzdem möchte ich meine Quito-Erfahrungen mit euch teilen, denn manchmal bedeutet Reisen mit Baby einfach ein bisschen mehr Individualität.

1. Anpassungszeit für das Baby. Ob unsere Kleine an der Höhe gelitten hat, ist schwer zu sagen, denn sagen konnte sie es uns nicht. Auf jeden Fall hat sie die ersten 48 Stunden sehr viel geschlafen. Dafür ist die Tragetasche unabdingbar, denn mit dem Kinderwagen durch Quito stelle ich mir so ähnlich vor, wie dieses Mienenspiel auf den alten Windows-Pcs, Minesweeper oder so ähnlich.

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Eine legendäre Atmosphäre: Quito liegt versteckt in den Wolken.

2. Dafür eignet sich super ein Tag in der Altstadt. Durch die Gassen bummeln, sich von den Ecuadorianern treiben lassen und bei plötzlichen Regen eine Tasse Kaffee oder heiße Schokolade trinken. Je nachdem, wo die Unterkunft liegt, können Reisende zusammen mit Einheimischen mit der Metro ins Centro Histórico fahren. Ich finde ja, nirgends ist man als Reisender fremden Einheimischen so nah und kann sie so gut beobachten, wie in den Öffentlichen.

3. Die Aussicht und Kunst im Museum Guayasamin ist es auf jeden Fall Wert den schweren Anstieg auf den östlichen Hang zu wagen. Oder etwas gemütlicher, wie wir, mit dem Taxi zu fahren. Öffentliche Taxen sind übrigens vergleichsweise sicher, die meisten Fahren zusammen mit einer App, easy taxi ist eine davon. Kunstbegeisterte werden in den Werken des ecuadorianischen Künstlers Einflüsse Picassos, Dalís und weiterer Maler erkennen. Kunstmuffel genießen die eizigartige Aussicht.

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Aussicht auf Quito ohne Nebelschwaden Bild: http://buscandoamericas.blogspot.mx/

4. Cuy, Ceviche und Locro Quiteno. Eine Reise ohne mich durch sämtliche kulinarische Spezialitäten des Landes gekämpft zu haben, bleibt mir meistens nur halb so gut in Erinnerung. Auch auf die Gefahr hin, neben Geschmäckern auch ein paar ungewollte Bakterien zu verspeisen. Vale la pena. Aber ob in der Altstadt, in den Restaurants in der Neustadt oder in den landestypischen kleinen Lokalen rund um la mitad del mundo, in Ecuador scheinen die Hygienestandards besser als in vielen anderen lateinamerikanischen Ländern und Reisende können getrost zuschlagen.

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Nichts für Kleintiernager-Liebhaber: frittiertes Meerschweinchen.

5. Wenn man es schon mal nach Ecuador geschafft hat, sollte der Weg auch am Mittelpunkt der Erde vorbei gehen, la mitad del mundo. Nur fünf Fahrminuten von dem Monument entfernt, liegt der Vulkankrater Pululahua. Wir haben uns im Hotel einen privaten Fahrer vermitteln lassen, low budget mit Baby oder backpack 2.0 könnte mans nennen 😉 Beides lässt sich in einer kleinen Tour verbinden. Zum Beispiel auf dem Weg zum Flughafen, mit dem Ziel: Galapagos.

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Rund um la mitad del mundo.

Fortsetzung folgt…

 

Quelle Titelbild: unsplash | Taylor Hansen

 

 

 

 

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